
Sie nennen sich „CrisisMapper“ und wollen humanitäre und ökologische Katastrophen mithilfe des Internets schneller sichtbar machen: Organisationen wie Ushahidi (Swahili für „Zeugenaussage“). Ushahidi entstand nach den Unruhen bei den Wahlen in Kenia dieses Jahres. Bürgerjournalisten hatten sich damals mit Kurznachrichten per Handy über Zwischenfälle und aktuelle Ereignisse informiert. Ushahidi und andere Initiativen wollen diese Berichte aus unterschiedlichen Quellen nun bündeln und online an eine breitere Masse tragen. Per Google Maps entstehen so Karten mit authentischen Berichten in Echtzeit.
Ehrenamtliche Programmierer aus Kenia, Südafrika, Malawi, Ghana, den Niederlanden und den USA arbeiten an der Weiterentwicklung der Plattform. Im Open-Source-Wiki können sich Experten aus aller Welt beteiligen. Die Software soll per Download und in verschiedenen Varianten als Plug-in zur Verfügung stehen. Ziel ist es, dass die an Ushahidi getragenen Kriseninfos an so viele soziale Netzwerke wie möglich getragen werden, darunter etwa twitter, jaiku und Instant Messenger wie Skype.
Seit Anfang November stellt Ushahidi eine Karte für den Kongo zur Verfügung, wo inzwischen von Massenerschießungen von Zivilisten berichtet wird und eine Rückkehr in die blutige Vergangenheit des Genozids droht.
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