Mit einem Marktwert von 2,4 Milliarden Dollar liegt Südafrika schon heute auf Platz 4 der Staaten weltweit, in denen die mobile Kommunikation rasant wächst. Wie jetzt eine Studie der Firma BMI-TechKnowledge ergab, werden bis 2013 rund 15 Millionen Südafrikaner per Handy auf das Internet zugreifen.
Das allerdings ist nicht nur für die Südafrikaner, sondern auch für alle anderen Afrikaner nicht etwa ein angenehmer Luxus oder Zusatzservice, sondern pure Notwendigkeit. Anders als in Europa ist die mobile Nutzung des Internets keine Ergänzung zum Web-Zugang via Computer, sondern für viele der einzig mögliche Weg ins Internet. Fehlende Kabelleitungen und die unsichere Stromversorgung machen das stationäre Surfen schwierig. Weil moderne Glasfaserkabelverbindungen auf dem afrikanischen Kontinent Mangelware sind, zahlen die Afrikaner für das weltweit langsamste Netz auch noch die höchsten Preise.
Bessere Telefonleitungen für Afrika würden eine Fülle von Vorteilen bieten, wie die Initiative Fibre for Africa aufzählt:
• Afrikanische Call Center könnten wirtschaftlicher arbeiten – momentan sind die Kosten für Telefonate nach Übersee im internationalen Vergleich sehr hoch.
• Für die Ausbildung afrikanischer Studenten ist der Zugang zu globalem Wissen notwendig, aber nur die wenigsten Unis können kostenfreie Verbindungen für alle Studenten bieten. Forschungsinstitute verlieren den Kontakt zu ihren Kollegen in aller Welt.
• Billigere Telefon- und Internetverbindungen schaffen Kostenvorteile für die gesamte afrikanische Industrie und machen den Standort auch für internationale Investoren attraktiver.
• Ärzte aus dem Senegal holen sich Fachwissen aus Frankreich, Lehrer beziehen Unterrichtsmaterialien aus den USA, Entwicklungshelfer vor Ort halten per Telekonferenz Kontakt zu ihren Organisationen in Europa. Günstige Telekommunikation bedeutet sozialen Fortschritt für Afrika.
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