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Digital Trends

Das Handy als Enabler von Augmented Reality

Dass Handykameras nicht nur zum Knipsen pixeliger Schnappschüsse taugen, ist seit der Ausbreitung von QR-Codes offensichtlich. Hier wird die Kamera plötzlich zur Verbindung zwischen gedruckten Inhalten und dem Web. In den letzten Monaten hat sich eine weitere Nutzungsmöglichkeit mehr und mehr etabliert: Handykameras ermöglichen Augmented Reality-Anwendungen und erweitern so die Funktionsvielfalt von Mobiltelefonen um eine weitere Facette.
Unter Augmented Reality versteht man Anwendungen, bei der „die Wahrnehmung der Realität computergestützt erweitert werden kann, indem man sie mit zusätzlichen Informationen überlagert“, wie es in einem gelungenen Whitepaper zu dem Thema heißt.
Ein Anwendungsgebiet ist das Mobile Marketing. So nutzt Ford für die Promotion des neuen Ka drei Codes, die – die Installation einer Gratis-Software auf dem Telefon vorausgesetzt - bei einer Betrachtung durch die Handykamera verschiedenfarbige Ford Ka in 3D beinhalten:

Realisiert wurde die Aktion vom Unternehmen HIT Lab NZ aus Neuseeland, das bereits vor einiger Zeit mit einer ähnlichen Kampagne für einen Zoo für Furore sorgte:

Neben den Möglichkeiten für Werbung zeigt das Unternehmen Mobilizy aus Salzburg, was durch Augmented Reality möglich wird. Für das Betriebssystem Android entwickelten die Österreicher die Software Wikitude AR Travelguide, eine Software, die sie selbst auf ihrer Homepage so beschreiben:

„Wikitude AR Travelguide ist ein mobiler Reiseführer, der auf Wikipedia- und Panoramio-Inhalten basiert. Wikitude AR beschreibt Ihnen, wo immer Sie sich weltweit befinden, Sehenswürdigkeiten in Ihrer Umgebung auf einer Karte, Liste oder in einer Augmented Reality Kameraansicht. Was Sie in der Kameraansicht Ihres T-Mobile G1 sehen, ist eine mit computergenerierten Daten überlagerte Wirklichkeit, eben “Augmented Reality”.“

Dieses Video zeigt die Funktionsweise anschaulich:

In Anwendungen wie Wikitude AR Travelguide zeigt sich das große Potenzial von Augmented Reality auf dem Handy – man kann in fremden Umgebungen automatisiert auf Location Based Informationen zugreifen. Mobilizy setzt dabei auf Wikipedia als Datenbasis und auf Touristen als Zielgruppe. Das Konzept ist ebenso gut auf Communitys wie Qype andwendbar, deren Anwendung Qype Radar durch die Anreicherung mit Augmented Reality-Technologien weiter gewinnen würde. Augmented Reality jedenfalls gehört die Zukunft und das Handy wird dabei eine zentrale Rolle spielen.

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