Eine aktuelle Studie der Internationalen Telekommunikations Union (ITU) zeigt: Die meisten Entwicklungsländer, besonders in Afrika, bleiben auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) weiter hinter dem Westen zurück. Die ITU, ein Institut der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, nahm für den ICT Development Index (IDI) Daten zwischen 2002 und 2007 in 154 Ländern auf. Kriterien für den Index waren unter anderem der Zugang der Bevölkerung zu Computern und Internet, die Zahl der abgeschlossenen Mobilfunkverträge, aber auch die Alphabetisierungsrate.
Unter den zehn Ländern mit dem höchsten IDI-Wert sind neun aus Europa. Nach Spitzenreiter Schweden folgt Südkorea, Deutschland liegt hinter Japan und vor Australien auf Platz 13 und konnte sich gegenüber 2002 um einen Platz verbessern.
Während sich besonders in Osteuropa der Index zwischen 2002 und 2007 stark verbessert hat, zeigte sich in den Entwicklungsländern in Afrika kaum eine Verbesserung. Wie in den meisten Ländern ist auch hier ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Bruttoinlandsprodukt und dem IDI zu erkennen. Dass der Zugang zum Internet aber nicht zwangsläufig vom Einkommen der Menschen abhängt, zeigt das Beispiel Südkorea: Die durchschnittliche Einkommensverteilung lässt einen niedrigeren IDI-Wert erwarten, doch durch eine gezielte Informations- und Kommunikationspolitik hat es das Land auf den zweiten Platz im IDI-Index geschafft.

Global betrachtet gab es die meisten Verbesserungen im Zugang zum Internet, das heißt, die Bandbreite ist gewachsen und mehr Haushalte haben nun Computer mit Internetanschluss. Die Zahl der Nutzer wächst aber im Vergleich dazu nur langsam. Weltweit ist der IDI-Wert in dem Fünfjahreszeitraum um etwa 30 Prozent gestiegen.
Seit 1998 verzeichnet die ITU einen starken Anstieg der Mobilfunkverträge, Ende 2008 waren es weltweit etwa vier Milliarden. Die Zahl der Festnetzverträge nimmt dagegen nur minimal zu und lag Ende 2008 bei 1,2 Milliarden. Mobiltelefone sind besonders in den 130 Entwicklungsländern mit ihrem Weltbevölkerungsanteil von etwa 76 Prozent beliebt. Während in diesen Ländern 2002 noch die Hälfte aller Verträge weltweit abgeschlossen wurde, waren es Ende 2008 schon Dreiviertel. Das Internet wurde Ende 2008 im weltweiten Durchschnitt von 23 pro 100 Menschen genutzt, in Afrika waren es nur fünf Prozent.

Der Studie zufolge belegt Mauritius mit Platz 62 den ersten Platz der afrikanischen Länder auf dem Index. In dem Inselstaat nutzen 75 Prozent der Menschen ein Mobiltelefon. Afrikas größte Volkswirtschaft Südafrika ist im Vergleich zu 2002 um zehn Plätze auf den 87. Rang gerutscht. Nur 4,8 Prozent der südafrikanischen Haushalte hatten 2007 einen Internetanschluss. Den letzten, 154. Platz belegt Niger.
Nichts für ungut, aber…Afrika ist ein Kontinent, auf dem sich viele Entwicklungsländer befinden – und ken einzelnes Entwicklungsland!
Mit freundlichem Gruß
Th. Kreutzner
Dieser Bericht hat mir echt weiter geholfen , da wir grade in unserer Schule unsere Netbooks erhalten haben und nun damit arbeiten . Wir erarbeiten grade einen Block in dem wir uns mit der Internetentwicklung in Entwicklungsländern .
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M.