Thye Chean, 40, ist Programmierer aus Singapur und Apple-Liebhaber in eigener Community. Sein Sohn Ding Weng ist gerade mal neun Jahre alt – und auch Programmierer, und zwar für iPhone Apps. Nachdem den beiden ihr iMac abgerauscht war und dieser nun in der Werkstatt getunt wird, haben sie sich auf die Portierung der Apps für Android gestürzt, damit auch G1-Nutzer ihre Freude daran haben. „Es kann aber noch dauern, bis ich den iPhone SDK installiert und zum Laufen gebracht habe. Das ist echt kein Spaß“, meint Thye.

(Zeichnung von Ding Wenig mit Doodle Kids)
Aber noch mal von vorn: Ding Weng ist im Netz mittlerweile eine kleine Berühmtheit, denn sein App namens Doodle Kids haben sich seit Ende Januar 450.000 Leute bei iTunes heruntergezogen – kostenlos. Es ist ein zuckersüßes Malprogramm, bei dem man Figuren zeichnet, aber nicht mit einer dünnen Linie, sondern mit bunt gescheckten Strichen, Punkten oder Quadern. Im Prinzip ist die Anwendung ziemlich einfach, aber wunderschön und nicht nur für Kids eine Freude.

(Zeichnung von Webdesigner Eiko Weishaupt)
Als Ding Weng sieben Jahre alt war, wollte er von seinem Papi gezeigt bekommen, „wie man ein Game programmiert“, sagt Thye. „Ich hab ihm dann ein Programm für den Apple IIGS geschrieben, das nannte sich „Simple Paint“. Damit wollte Thye ihm die Konzepte von Programmierung veranschaulichen. Nebenbei ist das App auch jetzt fürs iPhone erhältlich. Sein Sohn fand die Anwendung aber nicht gut – Kinder mögen so was nicht! Er sah nicht ein, warum man vor dem Malen etwas auswählen muss. „Deshalb entwickelte Ding ein Programm, wie Kids es gerne mögen – malen nach Zufall“, fährt Thye fort. Den größten Teil hat Ding Weng auch selbst gecodet. Thye hat nur ein wenig in Ausnahmefällen helfen müssen, erzählt er. Da sind wir gespannt, was als nächstes von dem Wizkid kommt! Und richtig, was steht auf der Programmierliste von Thye und Ding Weng als nächstes? Sie wollen das Spiel „Invader War“ fürs iPhone in JavaScript entwickeln und natürlich auch für Google Android in Java. Im Grunde ist das Game fertig und abspielbar, es fehlen aber noch die Levels, der Home Screen, die Credits, meint Thye. „Aber zumindest hat Dinge Weng gerade Doodle Kids für Android portiert und sogar erweitert“, sagt er.
Mehr zu Doodle Kids auf Thyes Seite.
Diskussion
keine Kommentare für “Ding Weng, 9 Jahre alt: Das iPhone App-Programmierkid aus Singapur”
Schreibe einen Kommentar