Twitter ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen und stark gehypten Internetdienst geworden. Die Idee von Twitter basiert auf kurzer Kommunikation im SMS-Stil. Der Reiz des Microbloggens besteht in der Vermischung aus 140-Zeichen-Statements, Gruppenchat und direkten Botschaften. So entsteht eine spannende Mixtur aus Information, Kontaktpflege und Unterhaltung. Obwohl man praktisch von jedem Handy per SMS twittern kann, empfiehlt sich für den mobilen Twitterer ein Twitter-Client auf einem Handy mit Datenverbindung.
Wichtig beim mobilen Twittern ist der schnelle Zugriff auf den Dienst. Denn muss man sich erst mühsam durch viele Menüs wählen, überlegt man es sich zweimal, ob man mal eben kurz seinen Status twittert, oder als schnellen Zeitvertreib in der Supermarktschlange die Kurzmitteilungen anderer liest. Das T-Mobile G1 mit dem Android Betriebssystem vereinigt zwei Faktoren, die es zu einem bestens geeigneten Handy zum Twittern macht: Erstens ermöglicht Android, dass Anwendungen im Hintergrund betrieben werden können. So ist es möglich, dass Twitter nebenbei auf dem Handy ständig abgefragt wird und man sich über Aktualisierungen per Signalton und Vibration benachrichtigen lassen kann. Zweitens hat sich für mich nach einer Woche Testzeit mit dem G1 ergeben: Der deutlichste Vorteil im Alltag gegenüber dem iPhone ist die QWERTZ-Tastatur. Das Tippen ist sehr angenehm und deutlich schneller. Damit ist das G1 bestens zum Chatten, Mailen oder Twittern geeignet.
Im Androidmarket findet man diverse Twitter-Applikationen für das T-Mobile G1. Jedoch ist nicht jedes Programm rundum zum Twittern geeignet. Mit manchen Programmen kann man lediglich seinen Status updaten, andere Applikationen laden die Tweets sehr langsam oder funktionieren im Test zuweilen gar nicht. Die Nummer eins unter den Twitter-Apps für Android ist Twidroid (aber auch hier findet sich neben der aktuellen Version auch noch eine fehlerhafte Betaversion im Market). Twidroid läuft im Test zuverlässig und kann alles, was die Twitter-API hergibt und dazu noch mehr wie GPS-Unterstützung und Bilder-Upload zu unterschiedlichen Diensten. Besonders praktisch: Aus dem Handybrowser des G1 kann man Links direkt zu Twidroid schicken, sodass man Link-Empfehlung sehr leicht twittern kann. Darüber hinaus kann man mit Twidroid auch andere Microblogging-Dienste ansteuern, etwa identi.ca. Erwähnenswert sind die Benachrichtigungen in der Statusleiste bei Replys oder Direct Messages, auch wenn Twidroid nicht im Vordergrund läuft. Mehr zu Twidroid findet sich im Software-Test: Twidroid – Twitter-Client fürs Google-Handy.

(Twidroid)
Eine weitere nennenswerte Twitter-App für Android ist mir noch aufgefallen, deren Funktion ich in anderen Twitter-Clients für Handys bislang nicht gefunden habe: nanoTweeter ist eine hilfreiche Ergänzung zu Twidroid. Diese Applikation ist lediglich eine Benachrichtigungsfunktion, jedoch eine mit der man Tweets von bestimmten Twitterern selektieren kann. Die Einstellungen ermöglichen, Filter für “only these user(s)” oder “everyone except these user(s)” zu setzen. Somit kann man z.B. mobil immer über die Updates der engsten Kontakte oder einer verlässlichen Quellen informiert bleiben, ohne die gesamte Follower-Timeline prüfen zu müssen. Prima Sache.
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