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Digital Trends

Mobile Soziale Netzwerke

Das Internet von heute zeichnet sich durch soziale Netzwerke und Kommunikation in Echtzeit aus. Auch für das Wachstum des mobilen Internets könnten mobile soziale Netzwerke ein Erfolgsrezept sein, denn das Web 2.0 für unterwegs zieht neue Nutzer an.

Ein wichtiger Motor für das mobile Internet ist die Kommunikation in sozialen Netzwerken. So wie der SMS-Chat heute für viele jugendliche Handynutzer eine ständige und unverzichtbare Verbindung zum Freundeskreis darstellt, wird es bald immer wichtiger werden, die lieb gewonnen Internetkontakte auch unterwegs laufend online zu pflegen und zu aktualisieren. Facebook hat kürzlich Myspace in den Nutzerzahlen überholt. Die Steigerung der Nutzer beträgt laut Facebook jede Woche fünf Millionen User. In Westeuropa nutzen lediglich etwas mehr als 12 Millionen Menschen das mobile Internet. Hier gibt es also ein großes Entwicklungspotenzial.

Das Mobiltelefon ist uns sehr nah und etwas sehr persönliches. Viele Menschen haben es immer in greifbarer Nähe, bei vielen liegt es sogar nachts nur eine Armlänge neben dem Bett. Das Handy ist uns nicht nur physisch näher am Körper als der PC am Schreibtisch, sondern auch psychologisch. Daher ist man mit dem Mobiltelefon auch viel eher bereit, etwas Persönliches zu produzieren und mitzuteilen. Es ist folglich das ideale Gerät für das soziale Web, in dem klassischerweise privater Content getauscht und mit Freunden kommuniziert wird.

Laut einer Studie der Firma comScore, die Anfang 2009 veröffentlicht wurde, sei auf dem westeuropäischen Markt für mobile Internet-Anwendungen eine steigende Tendenz für Web 2.0-Anwendungen zu verzeichnen. In einer dreimonatigen Erhebung, die im November 2008 endete, hätten durchschnittlich 33,5% der mobilen Internetnutzer aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien ihren mobilen Zugang ausschließlich für mobile soziale Netzwerke verwendet. Dies entspräche, im Vergleich zu den Zahlen vom Vorjahr, einem Wachstum von 152 Prozent. Der Anteil der Nutzer von mobilen sozialen Netzwerken an der Gesamtzahl der Mobilfunknutzer ist in Deutschland mit 3,3 Prozent aber recht gering, beim Spitzenreiter Großbritannien sind es 9,2 Prozent der gesamten Mobilfunkkunden.

Im Zusammenhang mit mobilem Internet kommen einem immer wieder zwei Vorurteile zu Ohren: Zum einen seien mobile Datentarife immer noch mit zu hohen Kosten verbunden. Zum anderen benötige man für das mobile Surfen ein besonders teures Handy. Für den Einstieg (und bei Verzicht auf Video- und Musikdownloads) reichen für das Internet auf dem Handy aber durchaus schon günstige Flatrates mit kleinen Datenvolumen von 30MB bis 100MB im Monat. Und auch Handys für den kleinen Geldbeutel verfügen heute über einen Handybrowser, mit dem speziell für Handys optimierte Webseiten genutzt werden können. Denn genau wie viele Nachrichtenseiten bieten auch die populären, sozialen Netzwerke Miniversionen ihrer Seiten im Web an. Vorteile dieser Miniversionen sind das geringe Datenaufkommen und natürlich die Optimierung für die Navigation auf Handydisplays.

Beispiele einiger Mobilversionen populärer Web 2.0-Anwendungen:

Facebook: m.facebook.com
Myspace: mobile.myspace.com
Twitter: m.twitter.com (oder auch sehr zu empfehlen: dabr.co.uk)
Flickr: m.flickr.com
Qype: http://m.qype.com
Xing: mobile.xing.com
StudiVZ: m.studivz.net

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