Das Unternehmen YouMind aus Tokio hat eine Handy-Applikation namens Hitomebo veröffentlicht, die Menschen zusammenbringen soll, die sich zufällig begegnet sind und Gefallen aneinander gefunden haben.
Sieht man auf der Straße jemanden, den man näher kennenlernen möchte und ist zu schüchtern, um ihn anzusprechen, trackt die Applikation via GPS den aktuellen Aufenthaltsort sowie die Uhrzeit. Dazu kann man einige auffällige Attribute der Person eingeben, um Verwechslungen zu vermeiden. Wenn zwei Menschen auf ihren Telefonen am gleichen Ort diese Funktion genutzt haben, werden sie darüber informiert und können in Kontakt miteinander treten. So ist Hitomebo quasi eine handybasierte Live-Variante von Anzeigen in Stadtmagazinen im Stile von „Du, blond, ca. 25, sitzt mir jeden Tag in der Bahn gegenüber, aber ich traue mich nicht, Dich anzusprechen“ und könnte bei entsprechender Verbreitung so manchen Liebeskummer im Tokioter Berufsverkehr verhindern. Der Name des Programms leitet sich übrigens vom japanischen Begriff für „Liebe auf den ersten Blick“ ab, wie Masaru Ikeda auf Asiajin erläutert.
Auf die Idee zu Hitomebo kam ein Mitarbeiter von YouMind, als er im Zug von einer jungen Frau fasziniert war, sich aber nicht traute, sie anzusprechen. Wenn die Applikation Erfolg hat, hätte diese Anekdote zumindest in geschäftlicher Hinsicht ein Happy End.
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