Das Unternehmen iVisit, ein Anbieter von Tools für Videokonferenzen, arbeitet derzeit an der Handysoftware SeeScan, die sehbehinderten und blinden Menschen das Leben erleichtern soll. Durch das Programm ist das Telefon in der Lage, in Echtzeit Objekte und Geldscheine zu erkennen und zu benennen und so beispielsweise im Supermarkt beim Einkauf hilfreich zu sein. Der Blog von Wired spricht in diesem Zusammenhang plakativ von „virtual eyes“. Faszinierend ist die Software allemal, wie dieses Video des Unternehmens demonstriert:
Bislang kommt SeeScan mit einer Vielzahl von abgepackten Produkten und Geldscheinen zurecht. Nach Anbietern wie SnapTell, der auf die Erkennung von Buch- und Plattencover sowie Werbeplakate spezialisiert ist, und Services wie kooaba und Nokia Point & Find, die Filmplakate erkennen und passende Informationen zu den jeweiligen Filmen liefern, wird iVisit also ein Produkt anbieten, das Bilderkennung für den Alltag und nicht nur für spezielle Situationen ermöglicht.
Noch in diesem Jahr soll IntoMobile zufolge eine Beta-Version von SeeScan für Windows Mobile erscheinen. An Versionen für das iPhone und für Symbian wird ebenfalls gearbeitet. Offen bleibt die Frage, wie das Programm einer ständig wechselnden und international sehr unterschiedlichen Produktpalette in den Supermärkten Herr werden kann. Beschränkt iVisit sich vielleicht nur auf die USA oder wird SeeScan so leistungsstark, dass es auch mit Produkten und Geldscheinen zurechtkommt, die keine englischen Aufdrucke haben? Ich bin gespannt, welche Lösung die Entwickler von iVisit für diese Problematik bis zum Launch finden.
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