// du liest...

Digital Trends

Der Sechste Sinn

Der „Terminator“ hat ihn und Tom Cruise hat ihn im Film „Minority Report“ auch: einen digitalen, sechsten Sinn, der eine hürdenlose Verbindung zu Datenbanken darstellt, die uns in konkreten Situationen mit wichtigen Informationen versorgen. Was bislang noch als Zukunftsmusik galt, könnte bald Realität werden. Studenten am MIT Media Lab haben ein tragbares Computersystem entwickelt, das Oberflächen in interaktive Displays verwandeln und uns sensitiv mit Informationen aus dem Internet oder virtuellen Gadgets versorgen kann.

Das System namens SixthSense basiert auf einer handelsüblichen Webcam und einem batteriebetriebenen 3M Projektor, an den ein Spiegel montiert ist. Beides ist an ein internetfähiges Mobiltelefon angeschlossen. Der Prototyp soll lediglich 350 US Dollar kosten und erlaubt dem Nutzer, Daten vom dem Handy auf jegliche Oberfläche zu projizieren und durch Gesten zu interagieren: egal ob auf Wänden, Produkten, Körpern oder auf der eigenen Hand.

Obwohl wir uns an die mobile, internetgestützte Interaktion mit unserer Umwelt in Form von Barcodescanning, Bilderkennung und Augmented Reality noch gewöhnen müssen, zeigt dieses neuartige Device – das Dr. Pattie Maes vom MIT erstmals auf der TED Konferenz vorstellte – wohin die Reise im mobilen Internet gehen könnte. Die Demonstration des Systems versetzt einen in Staunen. Denn die Handbewegungen, mit denen man das Gerät bedient, können so simpel sein: Zum Beispiel formt man einfach mit Zeigefinger und Daumen einen Rahmen, um ein Foto zu schießen und dieses dann auf dem Handy abzuspeichern. Eine andere vorgestellte Anwendung zeigt den Nutzer auf einer Party, wo das Gerät Hintergrundinformationen des Gesprächspartners auf sein Gegenüber projiziert – wie Schlagwörter, Interessen, Blogs, URL oder was der andere Gast von Beruf ist. Auf diese Weise können einem im Geschäft beispielsweise Empfehlungen zu einem bestimmten Produkt in die Hand gegeben werden. Oder auf dem Weg zum Flughafen werden Informationen zu Verspätungen oder der Gate-Nummer direkt auf dem Flugticket eingeblendet.

Mehr Informationen zum “SixthSense” gibt es auf der englischsprachigen Projekthomepage.

Diskussion

4 Kommentare für “Der Sechste Sinn”

  1. Der absolute Wahrnsinn. Wenn das möglich wäre, dass so schnell und einfach wie möglich in den normalen, menschlichen Ablauf einzubauen, dann wäre das der größte Schritt, des Computers, seit es den Computer gibt! Das wäre dann der erste Schritt in ein neues Computerzeitalter! Komisch, ich habe schon öfter davon geträumt. Und bei dem Gedanken daran, fange ich an zu zittern und bekomme ein ganz komisches und unbeschreibliches Gefühl! Ich habe eine ganz seltsame Verbindung zu dem Ganzen. Ich weiss garnicht, warum ich das jetzt so geschrieben habe. Na ja mal schauen, was die Zukunft so bringt?!

    Geschrieben von Stefan Graßl | 14. August 2009, 19:21
  2. Hallo ich will das gerne kaufen !
    wo oder wann kann ich das denn kaufen?
    würde mich sehr über eine antwort freuen
    mfg schmidt

    Geschrieben von schmidt alexander | 16. Dezember 2009, 14:06
  3. Leider kann man the sixthsense nicht kaufen. Mehr Infos sind hier zu finden: http://www.pranavmistry.com/projects/sixthsense/index.htm

    Geschrieben von Joerg.Leupold | 23. Dezember 2009, 10:25
  4. [...] Wir drei waren uns ganz nah. Ich stand da draußen am Kottbusser Tor, Horax fuhr mit der U-Bahn in die eine, Sebaso in die andere Richtung. Wir waren einander in Rufweite, ohne uns zu sehen. Trotzdem war es nicht abstrakt, nicht nur drei Punkte auf einer Karte, nicht einfach die in Kilometern abgetragenen Entfernungsinformation. Es war ein Moment der Nähe, ohne dass wir uns sinnlich wahrnahmen – doch, irgendwie ja schon auch sinnlich. Meine Twittertimeline wuchs mir in diesem Moment zu einem Sinn. Man nennt Augmented Reality ja auch nicht umsonst den "Sechsten Sinn". [...]

    Geschrieben von F.A.Z.-Community | 16. Februar 2010, 01:45

Schreibe einen Kommentar