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Digital Trends

Mobile Health und die Zukunft der Gesundheitsversorgung

Seit Jahren sind Vernetzung und Digitalisierung große Themen in der Gesundheitsversorgung. Unter dem Schlagwort eHealth werden dabei die unterschiedlichsten Technologien von der Krankenhaussoftware bis zum netzwerkfähigen EKG zusammengefasst. Die anschließende Entwicklung brachte medizinische Information und Kommunikation ins Web 2.0 und aktuell steht der Schritt ins mobile Zeitalter bevor. Dabei ist das Gesundheitswesen aus guten Gründen ein Spätzünder: Die Anforderungen an Sicherheitsstandards und Datenschutz sind deutlich höher. Zudem entdecken ältere Menschen als größte Zielgruppe das Netz und seine mobilen Anwendungen erst nach und nach.

Die wichtigsten Aufgaben, die mobile Endgeräte in einer vernetzten Gesundheitsversorgung übernehmen können, sind Information, Kommunikation und die Überwachung von Gesundheitsdaten. Insbesondere chronisch kranke Menschen profitieren von den Möglichkeiten, die sich hier ergeben – Mobilität bedeutet auch Lebensqualität. Besonders interessant sind hier die kontinuierliche Überwachung und Übermittlung von Gesundheitsdaten. Wenn dadurch gewährleistet werden kann, dass, auch ohne im Krankenhaus oder einer Arztpraxis anwesend zu sein, kritische Situationen erkannt werden, können Patienten deutlich länger ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen. Mobile Health nimmt damit eine zentrale Rolle im Konzept des sogenannten Ambient Assistent Living (AAL) ein.

Die praktischen Szenarien reichen von extrem niedrigschwelligen Angeboten wie etwa regelmäßigen SMS zur Erinnerung an die Einnahme von Medikamenten bis zu einem umfassenden Screening wichtiger Gesundheitsdaten wie etwa EKG und Temperatur, welches bei Bedarf selbsttätig einen Notruf mit Ortsangabe absetzt. Bereits seit den 1980er Jahren werden unter dem Titel der Telemedizin Technologien zur Ferndiagnostik und Kommunikation entwickelt. Der Übergang zu mobilen Lösungen stellt hier jedoch einen Quantensprung dar – fachkundige Hilfe wird schließlich oft unterwegs gebraucht. Ein weiterer Einsatz ist die zielgerichtete Information des Patienten über seine Therapie und unterstützende Aktivitäten. Es liegt auf der Hand, dass die Reichweite mobiler Geräte ein entscheidender Baustein für die Wirksamkeit dieser so genannten Information Therapy ist.

Neben diesen Anwendungen, die die Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten und anderen Gesundheitsdienstleistern grundlegend verändern, gibt es natürlich Tools, die im weiten Bereich zwischen Medizin und Wellness angesiedelt sind. Allein die iPhone apps, die zum Beispiel Fitnessdaten verwalten, Diät- und Ernährungsinfos bereithalten oder Laborergebnisse und Beipackzettel erläutern, lassen sich kaum überblicken. Auch mobile soziale Netzwerke spielen als Kommunikationsplattformen eine immer größere Rolle für Patienten, die sich informieren und austauschen möchten.

Der Schritt ins mobile Zeitalter hat großes Potenzial, das Versprechen einer besseren Gesundheitsversorgung durch eHealth einzulösen.

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