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Mobiles Afrika

Mobiltelefon-Anwendungen revolutionieren Entwicklungszusammenarbeit – neue Open-Source-Plattform will zur zentralen Instanz werden

Afrika ist zumindest materiell noch immer verarmt. Deshalb verwundert es nicht, dass die meisten Berichte über den Kontinent von Mangel, Ungerechtigkeit und Leid handeln – und natürlich davon, wie man alledem ein Ende setzen kann. Auch Trendmobi dokumentiert, wie die Mobilfunktechnologie zur Entwicklung Afrikas beiträgt: SMS-Dienste vereinfachen die Entwicklungszusammenarbeit, Daten werden mit dem Handy gesammelt und der renommierte Ökonom Jeffrey Sachs hebt das immense Potenzial von Mobiltelefonen als Fortschrittsmotor hervor.

Der Schlüssel zum Erfolg der kleinen Geräte ist, dass man damit eben nicht nur telefonieren kann. Wie stark Zusatzprogramme gefragt sind, zeigt der Boom der Applikationen bei Apple: Über 25.000 verschiedene Programme wurden seit der Eröffnung des App-Stores im Juli 2008 eingestellt – die magische Eine-Milliarde-Downloads-Marke ist seit Kurzem geknackt.

Auch NGOs und andere Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit dürstet es weiterhin nach mobilen Anwendungen, die die Arbeit auf schwierigem Terrain vereinfachen. Um dem Kuddelmuddel verschiedener Anbieter und Standards ein Ende zu setzen, gründete sich nun das Open Mobile Consortium (OMC). Die Organisation bündelt verschiedene, bereits existierende Anwendungen wie etwa RapidSMS (Trendmobi-Beitrag) oder Ushahidi, das die Bevölkerung über Krisenherde informiert. OMC entwickelt auch selbst neue mobile Anwendungen – stets quelloffen, also Open Source.

OMC schreibt: Die OMC-Open-Source-Anwendungen helfen den Organisationen, den  Gesundheits-, Entwicklungs- und humanitären Bedürfnissen der „unteren Milliarde“ besser zu dienen. Techniken der Mobiltelefon-Anwendungen sollen in Zukunft stärker ausgetauscht werden. Klingt nach einem ambitionierten Ziel, doch ein Blick auf die Gründer von OMC zeigt, dass die Sache ernst genommen wird: Die Millenium Dörfer(Trendmobi-Beitrag) sind ebenso dabei wie Unicef.

Etwa 280 Millionen Menschen in Afrika nutzen bereits ein Mobiltelefon, schätzt OMC. Bis 2010 wird es jeder dritte Afrikaner sein. Auf der Plattform von OMC kann jeder, der engagiert und ambitioniert ist, dieses Potenzial weiter ausschöpfen und mitmachen – egal ob als Programmierer, Entwicklungshelfer, Stratege oder einfach nur Ideengeber.

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