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Digital Trends

Mit Gifticon Geschenke übers Handy machen

Oft hört man von Handy-Anwendungen und Services aus dem Ausland, die so gut sind, dass man sich fragt, wieso sie nicht in Deutschland verbreitet sind. Besonders stark drängt sich dieser Gedanke auf, wenn man das erste Mal von Gifticon hört. Das ist ein Service vom südkoreanischen Provider SK Telecom aus dem Jahr 2006, der das Prinzip des Mobile Couponing um die Komponente erweitert, dass die Coupons nicht Werbung sind, sondern von Nutzern untereinander verschenkt werden. Die Coupons werden dabei einfach im Web geordert und der gewünschte Empfänger angegeben. Nach der Transaktion erhält der Adressat dann einen Barcode aufs Handy, den er in Geschäften einlösen kann.

2008 standen dafür SK Telecom zufolge über 100 Produkte von 33 Unternehmen zur Auswahl, darunter die Kaffeespezialitäten von Starbucks sowie Eis von Baskin Robbins.

 

In einem Interview mit MobiAdNews aus dem Jahr 2007 erklärt Beom-Joon Yang, der damalige CEO vom Gifticon-Entwickler AirCROSS, wie das Produkt entstanden ist. Ausgangspunkt waren erfolgreiche Mobile-Couponing-Kampagnen für Gilette und Coca-Cola, die den Anstoß zur Entwicklung von Gifticon gaben. Yang erläutert den Nutzen von Gifticons am Beispiel eines Mannes, der seine Frau zum Valentinstag beschenken möchte, jedoch gerade auf Reisen ist. Mit Gifticon kann er ihr einen Coupon für eine Pralinenschachtel aufs Handy schicken, den sie einfach im Supermarkt einlösen kann. Das ist natürlich für beide nicht so schön wie die persönliche Übergabe, aber allemal eine Alternative zum Blumenstrauß drei Tage später.

 

Yang berichtet im Interview freigiebig über den Erfolg von Gifticon und spricht von 5.000 Bestellungen täglich bei einem durchschnittlichen Volumen von drei Dollar je Transaktion. Seiner Meinung nach sind in Zukunft aber Umsätze möglich, die um ein Zehnfaches höher liegen. Bei diesen Umsatzaussichten ist es wohl nur eine Frage der Zeit, wann wir auch in Deutschland Geschenke übers Handy machen werden.

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