// du liest...

Mobiles Afrika

Obama in Ghana: Bürger fragen per Handy und Facebook

Anders als Bill Clinton vor elf Jahren verzichtete Barack Obama bei seinem ersten Besuch in Ghana auf eine öffentliche Ansprache. Um dennoch die Partizipation der ghanaischen Bevölkerung zu ermöglichen, verließ sich Obama einmal mehr auf sein findiges New Media Team. Hunderte von Fragen und Glückwünschen, die neben Ghana aus insgesamt 75 Ländern kamen, gingen per SMS ein und wurden nun auf einer digitalen Landkarte visualisiert.

Mobiltelefone haben sich in Ghana über alle Bevölkerungsschichten hinweg verbreitet, rund zehn Millionen Nutzer wurden Ende letzten Jahres gezählt – bei einer Gesamtbevölkerung von 23 Millionen Menschen also fast jeder zweite Ghanaer. Ausgeschlossen vom offenen SMS-Kanal zum Präsidenten waren ausgerechnet US-Bürger und damit auch die in den USA lebenden Ghanaer: Aufgrund des so genannten „Smith Mundt Act“ ist die Verbreitung von für das Ausland bestimmten Informationen in den USA verboten.

Über Facebook konnten dann aber doch alle dabei sein und die mehr als 100.000 bei Facebook registrierten Nutzer machten von dieser Möglichkeit rege Gebrauch. Drei Journalisten aus Kenia, dem Senegal und Südafrika sollen nun einige Nutzer-Fragen aussuchen, die Obama anschließend in einer in ganz Afrika ausgestrahlten Videobotschaft beantworten will. Das professionell geschnittene Video von Obamas Besuch lässt sich inzwischen auf der Seite des Weißen Hauses abrufen.

Diskussion

keine Kommentare für “Obama in Ghana: Bürger fragen per Handy und Facebook”

Schreibe einen Kommentar