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Digital Trends

Grundkurs „Mobilfunk in Wachstumsmärkten“

Mit einfachen, animierten Grafiken zeigt ein Video von THE ECONOMIST sehr anschaulich, was von der Zukunft des Mobilfunks zu erwarten ist.

 

Hier ist eine freie Übersetzung des Sprechertextes:

Während der letzten zehn Jahre hat sich der Mobilfunkmarkt von den Industrienationen hin zu den Schwellen- und Entwicklungsländern verschoben. Im Jahr 2000 gab es weltweit 700 Millionen Handys, drei Viertel davon in Industrienationen. Ende 2008 waren es dagegen schon knapp vier Milliarden Handys, drei Viertel davon in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Was einst ein Yuppie-Spielzeug darstellte, wandelte sich zu einem Werkzeug wirtschaftlichen Wachstums, selbst in den ärmsten Regionen der Welt.

So sind es die Entwicklungsländer, die heute den Markt antreiben. Ein Vergleich des Zuwachses an Handy-Nutzern zwischen 2008 und 2009 in Indien und Westeuropa macht deutlich: Die absoluten Zahlen sind zwar in Europa größer, aber das Wachstum ist mit 52 Prozent in Indien deutlich größer als das 5-prozentige Wachstum in Europa. Interessant: Die monatlichen Kosten sind in Indien mit durchschnittlich 6,50 Dollar pro Monat deutlich geringer als mit 36 Dollar in Europa. Die Herausforderung für die Mobilfunkanbieter wird also sein, diese zahlungsschwache, aber wachstumsstarke Zielgruppe mit adäquaten Angeboten zu versorgen.

Weil sich Informationen schneller austauschen lassen und so die Märkte effizienter werden, fördern Handys wirtschaftliches Wachstum. Mehrere Studien zeigen, dass dies besonders in Entwicklungsländern der Fall ist. Zehn zusätzliche Handys auf 100 Personen erhöhen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,8 Prozent. Eine weitere Studie der Weltbank vergleicht diesen Einfluss auch bei Festnetz-Telefonie, Einwähl-Internet und Breitband-Internet. Diese Arten der Kommunikation können die schlechte Qualität anderer Infrastrukturen wie etwa holprige Straßen kompensieren. Folglich ist der Einfluss auf das Wachstum des BIP besonders in den unterentwickelten Ländern hoch. Am meisten bewirkt das Breitband-Internet: Zehn Anschlüsse auf 100 Personen erzeugen ein BIP-Wachstum um 1,4 Prozent.

Dieser Breitbandzugang wird in den Entwicklungsländern zunehmend über leistungsfähige Handys erreicht. Etwa im Jahr 2012, so die Schätzung, wird es mehr Breitband-Internetzugänge über Mobiltelefone als über Festnetzleitungen geben. In etwa einem Jahrzehnt, so die Vorhersage, wird durchschnittlich jeder, der ein Mobiltelefon besitzt, damit auch über einen Breitbandzugang verfügen. Der Prozess, jeden über ein globales Kommunikationsnetz miteinander zu verbinden, begann mit der Erfindung des Telegrafen 1791. Dank der Mobiltelefone steht dieser Prozess kurz vor seiner Vollendung.

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