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	<title>Trendmobi &#187; Mobile Reading</title>
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		<title>Mobile Reading: Der Praxistest</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 08:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc.Luettgemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digital Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiles Entertainment]]></category>
		<category><![CDATA[Google Books]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Reading]]></category>
		<category><![CDATA[The Manga Man]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit meinem ersten Artikel über das Thema Lesen auf dem Handy ist Bewegung in das Thema gekommen. Zunächst hat Google die Veröffentlichung einer mobilen Version von Google Books bekannt gegeben. Damit stehen 1,5 Millionen Werke in englischer und rund 500.000 Werke in deutscher Sprache bereit, um auf dem Telefon gelesen zu werden. Mit Amazon hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit meinem ersten Artikel über das Thema Lesen auf dem Handy ist Bewegung in das Thema gekommen. Zunächst hat Google die Veröffentlichung einer mobilen Version von <a href="http://books.google.com/googlebooks/mobile/">Google Books</a><a></a> bekannt gegeben. Damit stehen 1,5 Millionen Werke in englischer und rund 500.000 Werke in deutscher Sprache bereit, um auf dem Telefon gelesen zu werden. Mit Amazon hat kurz darauf ein zweiter großer Player eine spannende Ankündigung gemacht, wie die <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/wissen/article1029570/Google_bietet_Buechersuche_mit_dem_Handy.html">Berliner Morgenpost</a><a></a> berichtet. Das Unternehmen möchte seine E-Books nicht mehr nur für den Kindle, sondern auch für Smartphones vertreiben. Der Vorteil gegenüber dem Angebot von Google besteht darin, dass bei Amazon auch aktuelle Bestseller für das Handy zur Verfügung stehen werden. Auf der Anbieterseite tut sich also einiges – doch die Kernfrage bleibt, ob Handys überhaupt als E-Reader für Literatur in Frage kommen.<br />
Beim Lesen des Handy-Romans „The Manga Man“ von Alexander Besher sowie des Klassikers „Die Verwandlung“ von Franz Kafka als Handybuch habe ich mir über diese Frage eine Meinung gebildet. Ich fasse sie in einigen Thesen zusammen.</p>
<p><strong>1)</strong> &#8220;<strong>Auf dem Handy lesen&#8221; ist nicht gleich &#8220;auf dem Handy lesen&#8221;<br />
</strong>Die erste, wenig überraschende Erkenntnis: die Performanz von Mobile Reading-Angeboten steht und fällt mit dem Endgerät, auf dem sie konsumiert werden. Während das Lesen längerer Texte auf einem Nokia E51 schnell anstrengt, ist ein Display in der Größe des Nokia N96 schon weitaus komfortabler. Für die Zukunft gilt es für Produzenten, die das Mobile Reading pushen wollen, das Handy für die lesende Klientel neu zu überdenken. Erste Ansätze dazu gibt es schon: Nokia hat beispielsweise das Patent für ein <a href="http://www.chip.de/news/Nokia-meldet-Patent-fuer-Falt-Handys-an_34286220.html">faltbares Handy</a><a></a> beantragt, das bei kompakter Größe ausgeklappt über ein großes Display verfügt. Auch Samsung arbeitet am Display der Zukunft und nutzt dafür AMOLED-Technologie:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Qat9FeJ6qIg&amp;hl=de&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube.com/v/Qat9FeJ6qIg&amp;hl=de&amp;fs=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Große Displays in hoher Auflösung und mit genügend Helligkeit, das ganze verbaut in kompakten Geräten – wie diese beiden Beispiele zeigen, planen Nokia und Samsung bereits Handys, mit denen das Lesen auf dem Telefon sicher gut funktionieren würde.</p>
<p><strong>2) Offline ist besser als online<br />
</strong>Im direkten Vergleich zwischen den <a href="http://www.cosmoblonde.de/site/produkte/handybuch/">Handybüchern von cosmoblonde</a><a></a> und Beshers Umsetzung, ein Buch auf einer <a href="http://winksite.com/site/site_profile.cfm?susid=25133">mobilen Website</a><a></a> zu veröffentlichen, schneidet die javabasierte Variante von cosmoblonde besser ab. Letztlich ist kein Text so lang, als dass er in Dokumentenform die Speicherkapazität aktueller Handys überfordert. Für die Online-Variante scheint die Zeit noch nicht reif – noch ist nicht überall schneller mobiler Zugang zum Web möglich. Zudem mag nicht so recht einleuchten, wo der Vorteil darin liegt, einen statischen Text online zu veröffentlichen statt ihn als Dokument zum Download anzubieten. Wenn keine Interaktionsmöglichkeiten mit dem Text in Form von Kommentaren, Links oder Weiterschreib-Funktionen gegeben sind, ist ein PDF oder eine Java-Anwendung die bessere Lösung. Wäre Beshers „The Manga Man“ also eher der Hypertextliteratur denn der klassischen Literatur zuzuordnen, würde die webbasierte Variante Sinn machen. So jedoch bleibt das Gefühl, dass Besher unbedingt Pionier sein wollte, ohne dass der Leser dadurch von einem Mehrwert profitiert.</p>
<p><strong>3) Handyliteratur muss sich dem Medium anpassen</strong><br />
Anknüpfend an den Gedanken der Hypertext-Literatur würde die Idee, Literatur auf dem Handy zu lesen, enorm an Charme gewinnen, wenn sich ein eigenes Genre bilden würde, dass sich in Form und Sprache dem Medium anpasst. Die japanischen <a href="http://trendmobi.de/index.php/2009/02/das-handy-als-publishing-kanal-der-zukunft/">mobile novels</a><a></a> sind dafür ein spannendes Beispiel. Eine andere Variante wären literarische Texte, die kalenderbasiert sind und so zu einer Art „24“ auf dem Handy werden können. Der Leser folgt so in Echtzeit und überall einer Geschichte und wird immer über seinen Kalender informiert, wenn der Plot fortgesetzt wird.</p>
<p>Das Lesen am Handy jedenfalls, da bin ich sicher, wird sich eine Nische zwischen gedruckten Büchern und den aufkommenden E-Readern erobern. Wie schnell das geht und wie groß diese Nische sein wird, hängt vor allem mit der Entwicklung der Endgeräte und der Angebote zusammen. Die Neuheiten der letzten Monate &#8211; von iPhone über T-Mobile G1 bis hin zu den oben skizzierten Plänen von Nokia und Samsung auf der Geräteseite sowie die Pläne von Google und Amazon auf der Anbieterseite &#8211; sind Indizien dafür, dass diese Nische größer sein wird als mancher heute vermutet.</p>
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		<title>Alexander Besher – The Manga Man. Die Rezension zum Handy-Roman</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 09:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc.Luettgemann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Digital Trends]]></category>
		<category><![CDATA[Mobiles Entertainment]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Besher]]></category>
		<category><![CDATA[Buch-Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Reading]]></category>
		<category><![CDATA[The Manga Man]]></category>

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		<description><![CDATA[In meinem letzten Post über das Handy als Publishing-Kanal der Zukunft habe ich angekündigt, mich näher mit Alexander Beshers The Manga Man auseinanderzusetzen. Nun ist es an der Zeit, Worten Taten folgen zu lassen und in einer kurzen Rezension meine Eindrücke über den Science-Fiction-Roman zu schildern. Er ist bislang nur auf einer mobilen Webseite erschienen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In meinem letzten Post über <a href="http://trendmobi.de/index.php/2009/02/das-handy-als-publishing-kanal-der-zukunft/">das Handy als Publishing-Kanal der Zukunft</a> habe ich angekündigt, mich näher mit Alexander Beshers <a href="http://winksite.com/site/site_profile.cfm?susid=25133">The Manga Man</a><a></a> auseinanderzusetzen. Nun ist es an der Zeit, Worten Taten folgen zu lassen und in einer kurzen Rezension meine Eindrücke über den Science-Fiction-Roman zu schildern. Er ist bislang nur auf einer mobilen Webseite erschienen und geht damit neue Wege beim Publizieren literarischer Inhalte. Bei der Rezension wird es nur um inhaltliche Aspekte gehen – Fragen rund um die Lesbarkeit und die Erfahrung, einen Text in Romanlänge am kleinen Handyscreen zu lesen, gibt es in einem späteren Post. Dann werde ich die praktischen Aspekte des Mobile Reading in den Blick nehmen.</p>
<p><strong>Zum Autor<br />
</strong><a href="http://www.alexanderbesher.tv/">Alexander Besher</a><a></a> wurde 1951 in China geboren und wuchs in Japan auf. Bekannt wurde er als Autor der RIM-Trilogie Mitte der 90er Jahre, die ihm eine Nominierung für den renommierten Philip K. Dick Award einbrachte. Vor allem seine tiefe Kenntnis der japanischen Kultur ist ein wiederkehrendes Element seiner Bücher, das <a href="http://www.x-zine.de/xzine_rezi.id_1274.htm">Michael Matzer</a><a></a> schon bei der Rezension des ersten Buches von Besher bedeutend fand.</p>
<p><strong>Zum Buch<br />
</strong>„The Manga Man“ ist der erste Teil der Trilogie „Dance of Darkness“. Das Buch spielt im Jahr 2062 in einer Welt, in der rund um die Träume von Menschen eine Industrie entstanden ist. Dabei produzieren Entertainment-Anbieter Angebote wie „sleep soaps“. Einer der führenden Anbieter dieser Traum-Serien ist Amanda Jones mit ihrer Agentur „Amanda Jones Bio-Anime Literary Agency“. In eine Serie ihres Star-Autors Jack Hill ist nun der unheimliche Butoh assassin eingedrungen, der in Japans hohen Kreisen mit einer Reihe von Morden für Angst und Schrecken sorgt. Es beginnt eine verwirrende Geschichte rund um Träume, Fiktion, Realität und um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die den Leser in die bedrohliche Welt des Jahres 2062 hineinzieht.</p>
<p>Beshers Szenario der Traumindustrie fasziniert zunächst. Wie realistisch es ist, dass in fünfzig Jahren eine Entertainment-Industrie rund um Trauminhalte entsteht, vermag ich nicht abzuschätzen. Doch wo, wenn nicht in der Science-Fiction-Literatur, ist Platz für solche Utopien. Auch die Beschreibungen der japanischen Kultur und des dortigen Lebens sind Pluspunkte des Buches. Dass Besher als zentrales Motiv den modernen, unkonventionellen <a href="http://www.butoh.de/">Butoh-Tanz</a><a></a> wählt, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde, verdeutlicht, wie eng der Autor mit der japanischen Kultur verbunden ist. In Bezug auf die Trilogie wird es spannend sein, zu sehen, wie er das Motiv des Butoh abseits von seinem tanzenden Attentäter mit der Geschichte verwebt.<br />
Während diese inhaltlichen Klammern also überzeugen, wirken andere Zukunftsausblicke wie der, dass im Jahre 2062 Reisende standardmäßig auf verbotene Mikroorganismen gescannt werden, reichlich konstruiert. Solche kleinen Einschübe über das Leben in der Zukunft finden sich überall im Buch. Sie bringen die Geschichte nicht voran, sondern wirken immer wie Gedankenspiele, die Besher dem Leser unbedingt noch mitteilen möchte. Das geht auf Kosten des Leseflusses und macht den Roman etwas langatmig.<br />
Letztlich ist „The Manga Man“ dennoch eine faszinierende Geschichte, die zumindest ein Anlesen lohnt. Wer dann feststellt, dass die teils wilden Utopien doch nicht sein Geschmack sind, muss sich nicht ärgern – das Buch hat ja nichts gekostet. Also – <a href="http://winksite.com/site/site_profile.cfm?susid=25133">auf ins Jahr 2062!</a><a></a></p>
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